Late Night Shopping im Brückenviertel: Künstler der Galerie Brücke 54 laden zur Ausstellung „Heimat“ ein

Das Künstlerkollektiv der zehn Künstler:Innen der Galerie Brücke 54 hat sich für das Late Night Shopping am kommenden Samstag, den 11. September 2021 speziell dem Thema Heimat gewidmet. Der Kunstfreund darf sich auf eine Ausstellung freuen, bei der jeder Künstler seine ureigene Version zum Thema Heimat künstlerisch umgesetzt hat. Zu den höchst unterschiedlichen Werken findet der Besucher zudem eine Erklärung, warum ausgerechnet dieses Werk ausgesucht wurde und was der einzelne Künstler mit dem Thema Heimat verbindet. „Ich bin über die Vielfältigkeit der Arbeiten ebenso wie über das emotionale Engagement, das das Thema Heimat auslöste, erfreut“, fasst Galeriegründerin Trixi Mohn das Ergebnis zusammen. „In der „Ausstellung Heimat“ in der Galerie Brücke 54 ist eine Menge Stoff für Diskussionen enthalten“, davon ist Trixi Mohn überzeugt.

Cosmina Berta, Manfred Bieberich, Wolfgang Budde, Pia Gambart, Helga Kircher, Trixi Mohn, Aroon Nagersheth, Auri Neuroth, Fumiko Ohama und Edda Rössler haben in ihrer künstlerischen Technik, die von Acrylmalerei über Fotografie und Zeichnungen bis hin zu Rauminstallationen reicht, eine kreative Oase geschaffen, in der über Heimat nachgedacht wird. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die Künstler, die aus anderen Ländern und Regionen nach Frankfurt zuzogen, Frankfurt als beschwingte Metropole mit all seiner Vielfältigkeit zelebrieren.

Die Kanadierin Pia Gambart feiert in Farbzeichnungen markante Plätze der Stadt. Auch die Sachsenhäuser „Urgesteine“ wie Manfred Bieberich und Trixi Mohn setzen auf beliebte Frankfurter Attraktionen wie Bembel und Skyline, wobei Trixi Mohn mit einer Prise Humor selbst die Bremer Stadtmusikanten in den heimischen Zoo holt. Manfred Bieberich lässt in seinen Abstraktionen „traditionelle“ Frankfurter Farben wie das Schwarz-Weiß-Rot der Eintracht für sich sprechen. Die „waschechte“ Frankfurterin Helga Kircher zieht es dagegen wie schon zuvor Johann Wolfgang von Goethe gen Süden.

Eindrucksvoll hat die Japanerin Fumiko Ohama mit zwei Zeichnungen, die sie dem japanischen Künstler Hokusai widmet, ihrer Heimat Japan ein künstlerisches Denkmal gesetzt. Wie eng der Frankfurter Fotograf sowohl mit seiner Stadt als auch mit dem Medium Fotografie verbunden ist, beweist Aroon Nagersheth in seinen schwarzweiß Fotografien. Heimat, das ist für ihn „where your WiFi connects automatically!“

Auri Neuroth ist mit ihren „Knäuele“, kleineren Rauminstallationen, vertreten. Eine zärtlich-sensible Hommage an die Heimat kreierte die Künstlerin Cosmina Berta, die dem Wind und dem Mohnblumenfeld neben ihrem Haus eine Collage schenkt. Zurückhaltender gehen Wolfgang Budde und Edda Rössler mit dem Thema Heimat um und erinnern an all die Menschen, die derzeit auf der Flucht sind. Vielleicht, so überlegt der in Mecklenburg geborene Wolfgang Budde, ist Heimat ganz einfach dort, wo man bleiben will. In seinem Ölbild „Frankfurt“ erkennt man die Stadt mit ihren Hochhäusern und den angedeuteten Menschenmassen auf den ersten Blick. Heimat zu „verorten“, das will die Malerin Edda Rössler auf keinen Fall. Heimat sind für sie Bilder und Menschen, insbesondere Menschen in Not und auf der Flucht. Sie widmet ihr großformatiges Acrylgemälde „Holly Family“ allen Menschen, die derzeit gezwungen sind, sich eine neue Heimat zu suchen.

 

Am Samstag, den 11. September 2021 ist die Galerie Brücke 54 von 11 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.

 


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